Übungsdienst im Freibad

Minus 12 Grad Außentemperatur und die wollen ins Freibad!
Na wer kommt schon auf so eine Schnapsidee? Natürlich unsere Feuerwehr.
Letztes Jahr wurden neue Wurfsäcke beschafft, die bei Hochwasser im Wasser treibenden Personen zugeworfenen werden, um diese retten zu können. Um dies praxisnah üben zu können wurde kurzerhand mit Uli Meyer von der Berufsfeuerwehr ein „Wasserrettungsdienst“ organisiert.
In einem theoretischen Teil wurden die Grundlagen der Wasserrettung erläutert. Dann ging es in die Fahrzeughalle wo die Vorgehensweise mit dem Schiebeboot in der Praxis geübt wurde.
Da kam der Spaß nicht zu kurz, wenn man auf dem Trockenen paddeln soll!
Dann ging es endlich los, auf der Fahrt zum Freibad zogen sich zwei Kameraden den sogenannten „Helly-Hansen“ an, dies ist ein spezieller Anzug der keine Kälte und kein Wasser durch lässt. Es wurden drei Stationen aufgebaut und die Mannschaft in Gruppen eingeteilt. An der ersten Station wurde das Zielwerfen mit den Wurfsäcken zu im Eis eingebrochenen Personen geübt, um diese dann gefahrlos für die Einsatzkräfte ans Ufer ziehen zu können. Da zeigte es sich, dass dies gar nicht so einfach ist, selbst bei einer sich nicht stark bewegenden Person. An der zweiten Station wurde mit einer speziell präparierten Motorsäge ( ohne Öl ) ein Loch in das ca.20 cm dicke Eis gesägt. Was sich als sehr schwierig herausstellte, war den heraus gesägten Eisklotz herauszuheben. Da galt es eine spezielle Schnitttechnik anzuwenden, man muß eine auf dem Kopf stehende Pyramide herausschneiden, um den Klotz problemlos herausnehmen zu können. An der dritten Station wurde es dann recht schnell wieder warm. Hier wurde die Herz-Lungenwiederbelebung kurz HLW nochmals vertieft, diese steht jedes Jahr auf dem Dienstplan, genauso wie die Erste Hilfe, was sich in der Vergangenheit schon des öfteren als sehr hilfreich erwiesen hat, als sich Kameraden als Ersthelfer einbringen konnten.
Nach fast zwei Stunden in der Kälte ( außer unser Björn, der wollte nicht mehr aus dem Springerbecken heraus ) und dem gemeinsamen aufräumen auf der Hauptfeuerwache, wurden wir von unseren Wirten mit einer heißen Gulaschsuppe verwöhnt. Mit vielem neuen Wissen wurde mal wieder ein spannender Übungsdienst abgeschlossen.

Wenn Ihr Euch von solchen außergewöhnlichen Aktionen angesprochen fühlt, ihr Spaß am Umgang mit moderner Technik habt, anderen in Not geratenen Mitbürgern helfen wollt, eine umfassende Feuerwehrtechnische-und Erste Hilfe- Ausbildung genießen wollt, bei einer eingeschworenen sich in jeder Situation auf den anderen verlassen könnenden Truppe mit dabei sein wollt, ihr zwischen 17 und 45 Jahre alt seid, dann schaut einfach mal bei uns rein. Da erfahrt ihr alles weitere über uns, wir freuen uns auf Euch.

M.G.